Die Kür: Das HR BarCamp 2014 und mein persönlicher Rückblick

Es war wieder so weit. Christoph Athanas und Jannis Tsalikis riefen zum dritten HR BarCamp nach Berlin. Gefühlt war der Ruf noch nicht einmal bis in die letzte Ecke der Republik geschallt, da waren die knapp 150 Tickets schon restlos ausverkauft. Die glücklichen Ticket-Besitzer kamen aus – klar – Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz und den Niederlanden. Und schon Wochen vorher machten „Ich freu mich schon!“-Tweets unter dem Hashtag #hrbc14 die Runde.

Doch was ist jetzt eigentlich dieses HR BarCamp?

Nun, es ist eine sogenannte Unkonferenz. Es gibt keine vorab festgelegte Agenda. Die Themen kommen direkt von den Teilnehmern. Von den 150 BarCamp-Besuchern reichten auch gleich 30 sogenannte  „Session“-Vorschläge ein. Die Teilnehmer stimmen per Klebepünktchen ab, was sie wirklich interessiert. Erst daraus entsteht dann das Programm, hier eben jenes von Donnerstag zur Ansicht:

Foto von Jan Kirchner, atenta GmbH

Foto von Jan Kirchner, GF wollmilchsau GmbH

Im Nachgang kann man sagen, dass sich das BarCamp rund um das übergreifende Thema „Candidate Experience“ drehte, also – wie ich schon im Interview mit dem Crosswater-Job-Guide schrieb – um die Wertschätzung der Kandidaten durch die Unternehmen. Dieses Thema wurde wirklich aus den verschiedensten Perspektiven diskutiert: Von „Mediaplanung im Recruiting“ und „Active Sourcing“ über „Candidate Experience & die One-Click-Bewerbung“, „Beyond Post & Pray“, „Feel Good Management ist kein Spaß!“ und „Führungskräfte und Mitarbeiter als Talent-Magneten“ bis hin zu „Der heiße Sch*** der Personaler & Recht“ und „Trennungsmanagement in Zeiten 2.0“ war wirklich alles dabei.

Das spannende an den Sessions ist, dass es eben keine Vorträge sind, kein Referent 45 Minuten seine Agenda abspult und dann in die ermattete Runde fragt „Noch Fragen!?“. Nein, es sind allenfalls Impulsvorträge von maximal 10 Minuten erlaubt. Powerpoint unerwünscht (Prezi auch 😉 ). Das führt zur Diskussion unter allen Beteiligten.

Übrigens, zur Pflicht, also zu meinem Session-Rückblick „Der heiße Sch*** der Personaler & Recht“  beim HR BarCamp 2014 geht es hier entlang.

Gut und schön – aber was macht das HR Barcamp denn nun so besonders?

Die durch die Teilnehmer selbst bestimmte Themenvielfalt ist schon mal das eine. Das andere aber, was das HR BarCamp für mich immer wieder zum persönlichen Highlight macht, ist die persönliche und vertrauliche Atmosphäre, in der die Themen diskutiert werden. Sowohl Unternehmen wie auch Dienstleister bringen Ihre Erfahrungen zum jeweiligen Thema ein,  erzählen auch aus dem Nähkästchen. So entsteht ein schon dem Grunde nach wertvoller Erfahrungsaustausch, von dem alle profitieren.

Ich denke, ein wichtiger Faktor für diese Atmosphäre ist die Beschränkung der Dienstleister. Es sind nur maximal 50% zugelassen. Dadurch wird der #Heizdecken Verkauf schon per se reduziert. (Es gab dann doch ein paar #Heizdecken. Einfach mal bei Twitter nach dem Hashtag suchen. 😉 ).

Vollkommen unwichtig ist dem gegenüber die Location. So mancher hatte bei der Konferenzbestuhlung im Elliot Hotel die Befürchtung, dass sich nun doch eine gewisse Steifheit einstellen würde. Ein BarCamp lebt aber von den teilnehmenden Personen und so dauerte es auch hier nur wenige Minuten bis das Du allgegenwärtig und die lockere Atmosphäre über die Bestuhlung hinweg ging.

Das Tolle ist, dass diese unkomplizierte, gesprächsbereite, aber trotzdem stets an der Vertraulichkeit orientierte Atmosphäre den ganzen Tag über und bis in den Abend anhält. So kommen einfach wahnsinnig viele spannende Gespräche zustande. Da istabends der Kopf ganz schön voll. Wie schön also, dass abends immer noch ein gemeinsames Get-together bei einem Drink geplant ist. Denn sicher geht es nach so einem Tag nicht nur Henrik Zaborowski wie folgt:

Tweet von @HZaborowski

Tweet von @HZaborowski

Ja, ja, ja. Das war jetzt eine #Heizdecke. Aber die war erlaubt. Denn Dirks & Diercks Rechtsanwälte haben ganz offiziell die erste Runde der Drinks am Donnerstagabend gesponsert. Und ganz offiziell möchte ich mich hiermit für die zahlreichen Tweets der obigen und folgenden Art bedanken, die den Abend über in meiner Timeline auftauchten:

Tweet von Dirk Steinmetz, @dirste

Tweet von Dirk Steinmetz, @dirste

Ich bzw. wir sagen dazu: Gern geschehen!!

Why I really do like the HR BarCamp!

Nun, auch wenn der eine oder andere Anglizismen oder gar englische Phrasen in deutschen Texten gar nicht mag, so mag ich am HR BarCamp, dass in der Regel jeder jeden sein lässt. Fachlich und sachlich wird auch mal hart gestritten, persönlich der Drink aber jedenfalls gemeinsam genommen.

Mir persönlich bietet das #hrbc14 neben all dem persönlichen, netten Plausch mit alten, bekannten Suppen-Mitgliedern und auch ganz neuen Suppen-Zutaten die Möglichkeit, ganz dicht am Puls der Fragestellungen meiner Mandantschaft zu horchen und tief in deren Problemstellungen einzutauchen. Das gibt mir immer wieder neue Impulse für meine praxis-orientierte Rechtsberatung. Ein großes Danke dafür! Und zwar an alle, mit denen ich mich austauschen konnte! (Und immer wieder kommt übrigens jemand zu kurz. So wollte ich doch auch mehr als ein Wort mit Claus Vormann und Henrik Zaborowoski wechseln. Das hat irgendwie nicht so geklappt. Das werden wir nachholen müssen…! ). Übrigens, Juliane Wagner wir sprechen auch noch über dies und das! Ganz sicher. 🙂

Many Thanks to…

Da all dies aber ohne die engagierte Arbeit von Jannis und Christoph (nebst Helfern und Sponsoren wie XING, TMP und Employour) nicht möglich wäre, geht hiermit einmal ein riesengroßes

Dankeschön!!!!

vor allem an Jannis und Christoph. Ich finde, das HR BarCamp ist wirklich einfach eines der absoluten Veranstaltungs-Highlights des Jahres. Und gerne bin ich bzw. sind wir im nächsten Jahr in gleicher Funktion als Unterstützer vom HR BarCamp 2015 wieder dabei!

In diesem Sinne,

bis spätestens zum nächsten Jahr!

 Und das sagen andere zum HR BarCamp 2014:

HR Barcamp 2014 #hrbc14 von Volker Seubert

HR Barcamp 2014: One-Click Bewerbung, heißer Scheiß für Personaler und das total verrückte HR-Taxi von Henner Knabenreich

„The place to be“ – das HR BarCamp Berlin: Top-Themen, Eindrücke und Meinungen von Helge Weinberg mit Stimmen der Teilnehmer.

HR BarCamp: Moderne Vordenker im Personalwesen von Geist und Gegenwart

HR BarCamp 2014 – Rückblick – von Bernd Konschak

#HRBC14: “Ob Mann oder Frau, Personaler(in) braucht Eier” Starkes HR-Stück von Michael Rajiv Shah

Ein Gedanke zu „Die Kür: Das HR BarCamp 2014 und mein persönlicher Rückblick

  1. Pingback: #HRBC14: Was ich vom HR Barcamp mitnehmen konnte

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